Berufsbild Performance Marketing Manager: Definition, Kompetenzen und Gehaltsmöglichkeiten


Performance Marketing Manager

Du bist ein smarter Sparfuchs und liebst es, immer den besten Kurs für dich rauszuschlagen? Dann könntest du als Performance Marketing Manager richtig Karriere machen. Wie du zum Handelsmarketing-Experten wirst und in welchen Berufszweigen du dein Potential auspielen kannst, erfährst du hier.

Was macht ein Performance Marketing Manager?

Als Perfomance Marketing Manager kümmerst du dich um die Auswertung und Steigerung des Umsatzes einer bestimmten Website oder App. Du schaust dir also das Nutzerverhalten an und analysierst die Aktivitäten der Besucher.

Dann richtest du die Oberfläche so aus, dass die Anwender möglichst viel Umsatz tätigen. Du steigerst somit konkret die Performance und sorgst für mehr Klicks, Kohle oder Kunden – je nachdem, was gewünscht wird.

Mögliche Spielfelder eines Performance Marketing Managers:

  • Internet der Dinge (IoT)
  • jegliche Websites
  • Online-Shops
  • Apps
  • Games, Devices und Videospiele (VR- und AR-Anwendungen)
  • persönliche Tracker und Wearables
  • Online Sprachassistenten oder Chat-Bots

 

Aufgaben eines Performance Marketing Managers

Du prüfst, vergleichst, optimierst und kassierst – so die Kurzbeschreibung deiner zukünftigen Job-Ziele. Alle Bemühungen drehen sich darum, dem Unternehmen einen wirtschaftlichen Mehrwert zu bringen.

Mögliche Aufgaben eines Performance Marketing Managers

Optimierung der Zielgruppenansprache: Treffen Ton und Aufmachung den Geschmack? Lässt sich eine erhöhte Wahrnehmungsrate feststellen? Aufgrund der Zielgruppenanalyse verbesserst du die konzeptionellen Maßnahmen und passt sie ständig an.

Verfeinerung des Web-Auftritts: Funktioniert die Seite auf allen Geräten fehlerfrei, oder behindern Bugs die Navigation? Führen alle Links an die richtige Stelle, und ist die Oberfläche für die Zielgruppe passend gestaltet?

Anpassung der Werbemaßnahmen: Du buchst auf Websites, Affiliate-Seiten, Facebook oder Instagram Anzeigen oder Banner. Werden die Maßnahmen wahrgenommen und angeklickt?

Streuung und Steuerung von Call to Action Examples: Du setzt Gewinnspiele, Newsletter, Gutscheine, Angebote oder Rabatte ins Netz und kontrollierst deren Performance.

Implementierung von Belohnungssystemen: Mit Rabattsystemen oder Treuepunkten förderst du die Loyalität von Bestandskunden und regst zur Interaktion an.

Suchmaschinenmarketing: Zur steten Neukundengewinnung investierst du in Suchmaschinenwerbung und Suchmaschinenoptimierung (SEO und SEA).

Einholen von Kundenmeinungen: Durch Umfragen oder Dialogfelder sammelst du die Meinungen bestehender Kunden und erfährst hautnah, was an der Shop-Oberfläche oder dem Bestellprozess stört.

Realisierung von Affiliate-Programmen:  Du klemmst dich redaktionell zwischen Google und deinen Shop und lenkst die Nutzeranfragen geschickt zur gewünschten Seite.

Steuerung der Kommunikation: In den sozialen Medien bist du präsent. Von hier dirigierst du den laufenden Kundenkontakt, die Kundenbetreuung sowie die Neukundenakquise.

Budget-Kontrolle: Was kosten die laufenden Maßnahmen? Können Ausgaben gesenkt werden oder lässt sich bei gleichbleibendem Etat mehr Absatz erzielen? Du kontrollierst und lenkst den Geldfluss, verminderst Streuverluste und sorgst für einen Mehrwert.

Erstellung von Reportings: Die analysierten Zahlen fasst du in verständlichen Worten und Diagrammen zusammen. Diese Auswertungen präsentierst du deinem Chef und dem Team.

 

Zwischenfazit

Du aktivierst und steuerst mit all deinen Fähigkeiten die Performance Kanäle. Techniken wie Retargeting, Bid-Management, Tracking oder A/B-Testing setzt du dabei gezielt ein.

Die laufenden Analysen der Website sowie der Social Media Plattformen fließen in deine Ergebnisse ebenfalls mit ein. Alle deine Handlungen haben nur ein Ziel: das Marketingkonzept bestmöglich umzusetzen und dabei das Budget zu schonen.

 

Mit welchen Tools und Programmen sollte man vertraut sein?

Kompetenzen als Performance Marketing Manager

Um den Erfolg deiner Kampagnen und Maßnahmen messen zu können, benötigst du spezielle Programme. Diese beurteilen nicht nur den Umsatz, die Retourenquote oder die Verweildauer, sondern bewerten auch die Views, Shares, Likes oder Comments.

Mit den ausgewerteten Daten verfeinerst du die Strategie (Key Performance Indicator, kurz KPI) und schneidest sie immer weiter auf deine Zielgruppe zu.

Beliebte Web-Analystics-Lösungen sind beispielsweise:

  • Google Analytics (GA)
  • AWStats
  • Mouseflow
  • Matomo
  • Google AdWords
  • Crazy Egg
  • Webtrekk
  • Splunk
  • Sistrix
  • Hitwise
  • Google Search
  • Adobe Analytics
  • Econda
  • Hotjar
  • Kissmetrics
  • Webalizer

 

Persönliche und fachliche Kompetenzen, die man mitbringen sollte

Wenn die Onlinewelt dein Zuhause ist, du ein cleverer Sparfuchs bist und Prozesse gerne optimierst, verfügst du sicher schon über die wichtigsten Kompetenzen, die du in dem Job brauchst.

Diese Fähigkeiten helfen dir aber ebenfalls deutlich weiter:

Persönliche Kompetenzen

  • ertragsorientierte Denkweise
  • sehr gutes Zahlenverständnis
  • analytische Auffassungsgabe
  • komplexes Vorstellungsvermögen
  • selbstständige Arbeitsweise
  • lösungsorientiertes Denken
  • stressresistente Gesamteinstellung
  • kreatives Gespür
  • lebenslange Lernbereitschaft

Fachliche Kompetenzen

  • Sehr gute MS-Office-Kenntnisse
  • Affinität für alles Digitale
  • Hervorragende Programmierkenntnisse
  • sehr gute Englischkenntnisse

 

Wie wird man Performance Marketing Manager?

Der Beruf ist was für Menschen mit harter Kante und klarer Linie. In der Regel absolvierst du zunächst ein Studium im Bereich BWL, Wirtschaftswissenschaften, Medienwirtschaft oder Informatik. Dann ist ein Abstecher ins Marketing nicht schlecht, wo du konkrete Erfahrungen sammelst und dein Praxiswissen steigerst.

 

Jetzt schieben die meisten Arbeitnehmer eher eine ruhigere Kugel. Wenn du aber vorhast, im Performance Marketing das große Geld zu scheffeln, musst du jetzt nochmals loslegen.

 

Mit einer Weiterbildung zum Online Marketing Manager geht’s schon mal in die richtige Richtung. Dann spezialisierst du dich während der Fortbildung nochmals auf den Bereich Analysen und Optimierung. Am Ende der ganzen Schinderei winkt dann endlich der Job als Performance Marketing Manager!

Talentierte Quereinsteiger sind aber auch gefragt. Du kommst beispielsweise aus dem Marketing oder Agenturwesen und hast dich in den letzten Jahren zunehmend mit Analysen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen vertraut gemacht?

Dann könntest du mit einer Digital Marketing Weiterbildung dein Wissen ausbauen. Durch weitere Workshops, Webinare und Lehrgänge kannst du dein Können im Performance Marketing immer weiter steigern.

 

Berufs- und Gehaltsaussichten

Der Online-Handel wächst unaufhaltsam – und damit die Anforderungen an die Fachkräfte. Weil immer mehr Firmen erkennen, dass ohne Messbarkeit kein nachhaltiger Erfolg möglich ist, investieren große wie kleine Unternehmen zunehmend ins Performance Marketing.

Dafür bauen sie insbesondere ihre Marketingabteilungen aus und suchen verbissen nach qualifizierten Performance Marketing Managern.

Weil der Beruf so speziell ist, viel Know-how und praktische Erfahrung voraussetzt, kannst du als Performance Marketing Manager gutes Geld verdienen.

 

Als Einstiegsgehalt sind monatlich bereits knapp 4.000 EUR brutto drin.

 

Hast du mit deinen Optimierungsmaßnahmen Erfolg und bietest dem Unternehmen einen Mehrwert, wächst dein Gehalt stetig weiter. Wenn es gut läuft, du etwa bei einem großen Online-Händler oder Markenartikelhersteller angestellt bist, solltest du monatlich rund 5.000 EUR einstecken können.

Boni, ein Firmenwagen oder sonstige Vergünstigungen möglicherweise on top.