Berufsbild Social Media Manager, alles rund um Aufgaben, Fähigkeiten und Chancen


Social Media Manager

Deine Denke ist strategisch, dein Herz schlägt kreativ und aus den sozialen Netzwerken bist du nicht mehr wegzudenken? Dann könntest du als Social Media Manager deine Leidenschaft zum Beruf machen. Was du über die Branche wissen musst, steht hier.

Was macht man als Social Media Manager?

Kommunikation auf allen Kanälen – so könnte man den Aufgabenbereich kurz und knackig zusammenfassen. Als Social Media Manager nutzt du das Web und die sozialen Netzwerke für deine Mission und fütterst die Welt mit deinen Messages. Je nach Job machst du das für dich, deinen Chef oder eine Organisation.

  • Dein Schreibtisch steht im Netz. Twitter, Facebook, Instagram, Youtube, Google+, Xing, LinkedIn oder andere Social Networks kennst du in- und auswendig.
  • Du definierst die gewünschte Außendarstellung eines Unternehmens oder einer Marke und kreierst den Kommunikationsplan.
  • Der passende Content sprudelt quasi aus dir heraus. Du bündelst deine Aussagen und passt sie der Kommunikationsstrategie an.
  • Als Kommunikationsexperte verbreitest du die entsprechenden Kernaussagen über die passenden Kanäle.
  • Du bleibst mit den Kunden, Mitgliedern oder Followern im Dialog, tauschst dich aus und platzierst deine News.
  • Du bloggst, streamst, schreibst, filmst, präsentierst, fotografierst oder machst Podcasts – je nachdem, wie deine Zielgruppe zu erreichen ist.
  • Wenn nötig, bindest du externe Profis wie Blogger oder Influencer ein.
  • Selbst in Krisen bleibst du ruhig. Du gehst mit öffentlichen Anfeindungen souverän um und weißt, wie du die Meinung der Menschen verändern kannst.
  • Du kennst die Netiquette im Netz und bewegst dich rechtssicher.
  • Durch das regelmäßige Social-Media-Monitoring kontrollierst du den Erfolg deiner Aktivitäten.

 

Wie wird man Social Media Manager?

Social Media Manager werdenWeil der Beruf noch recht neu ist, gibt es weder einen klassischen Ausbildungsweg noch ein traditionelles akademisches Studium. Gefragt sind deshalb auch Social Media Manager als Quereinsteiger und Machertypen, die ihre Ausbildung selbst in die Hand nehmen. Viele der heute etablierten Social Media Manager schnupperten zunächst beispielsweise durch ein Praktikum in den Job herein, hatten Erfolg und arbeiteten sich dann hoch.

Eine gute Voraussetzung ist etwa eine Ausbildung in einer Kommunikations- oder Werbeagentur, um hier die Grundlagen der Branche zu erlernen. Hilfreich sind aber auch Berufe im Bereich BWL, Informatik, PR bzw. Marketing. Wer dann kommunikationsstark ist und sich weiterhin aktiv im Netz tummeln möchte, kann sich zusätzlich mit Seminaren fit halten und fortbilden.

 

Muss man studiert haben, um als Social Media Manager zu arbeiten?

Ein akademisches Studium im Social Media Management (etwa Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Unternehmenskommunikation, Kommunikationswissenschaften oder Marketing) ist sicherlich hilfreich, muss aber nicht sein. Wichtiger ist dein Gespür für Trends, deine schnelle Auffassungsgabe und der Wille, sich die nötigen Qualifikationen selbst anzueignen.

Denn auffällig ist: Sogar große Unternehmen und Konzerne vertrauen ihre Social Media Abteilung eher Seiteneinsteigern an, die durch ihr Können statt durch akademische Titel aufgefallen sind.

 

Oft kommen diese Akteure aus erfolgreichen Start-ups, der Gründerszene oder kreativen Agenturen und konnten dort bereits ihr Potential hautnah beweisen.

 

Ausbildungsanbieter und Zertifikate

Als Digital Nativ möchtest du deine knappe Zeit gewinnbringend einsetzen. Hier kannst du dein Wissen branchenspezifisch vermehren:

Fernstudium und Hochschulstudium

Eins vorweg: Es gibt kein staatlich anerkanntes Studium, um Social Media Manager zu werden. Bevorzugst du trotzdem einen eher akademischen Weg, bieten private Hochschulen, kostenpflichtige Fachhochschulen und Akademien Studiengänge an. Meist erhältst du im Social Media Manager Fernstudium die Lerninhalte zugestellt und musst diese dann zuhause büffeln. Am Ende schreibst du eine Abschlussprüfung und gibst die Inhalte theoretisch wieder.

 

Seminare und Weiterbildungen

Wer schneller vorankommen möchte, kann sich in spezifischen Fortbildungskursen praxisnah schulen lassen. Weil du dir hier exakt jene Tools raussuchen kannst, die dir fehlen, baust du dein Know-how schneller auf. Ideal dafür geeignet sind Online-Coachings, Webinare oder praktische Workshops. So eine Weiterbildung zum Social Media Manager sind vielleicht kompakt und anstrengend, vermitteln aber in Windeseile die gewünschten Tools.

 

Aus der Praxis lernen

Egal, wie professionell du unterwegs bist – es ist nie verkehrt, den eigenen Wissensstand zu überprüfen und weiter auszubauen. Schau dir dafür regelmäßig die Arbeiten und Erfolge von Kollegen an, bewerte deren Ergebnisse und merke dir spezielle Tricks für deine eigene Social Media Strategie.

Praktisch sind ferner Bücher oder E-Books von Brancheninsidern, die ihr Wissen knackig zusammengefasst an dich weitergeben. Tausche dich mit dem Team, deinem Social Media Manager oder früheren Weggefährten aus, bespreche das Monitoring mit ihnen und bleibe so immer am Ball.

 

Gibt es Aufstiegsmöglichkeiten?

In kaum einem Job geht’s so schnell die Karriereleiter hoch wie als Social Media Manager. Weil immer mehr Firmen erkennen, wie relevant das Image im Netz ist, werden neue Positionen ruckzuck geschaffen. So geben selbst traditionelle Unternehmen wie Banken oder Versicherungen ihrem Social Media Manager mittlerweile mehr Macht (und Geld) als ihrem alterprobten Unternehmenssprecher.

Daneben ist der Job aber auch ideal für alle Freigeister und Pioniere, die Spaß am Unternehmensaufbau haben. Viele kleine und große Firmen, Start-ups oder NGO´s sind auf die Kompetenz des Social Media Managers angewiesen und stellen entsprechende Budgets bereit. Das heißt für dich, dass das Gehalt als Social Media Manager gut bezahlt ist.

Letztlich ist das Berufsumfeld super geeignet für Freelancer oder Individualisten, die gerne direkt die Früchte ihrer Arbeit ernten möchten. Immerhin engagieren immer mehr Promis, Politiker, Künstler oder VIP´s ihren persönlichen Social Media Manager und lassen den eigenen Markenaufbau direkt von diesem realisieren.

 

Ein spannendes Feld, in dem es derzeit nur nach oben geht!

 

Skills, die man draufhaben sollte

Als Social Media Manager solltest du ein wahres Kommunikationstalent sein. Ob B2B oder B2C – du weißt, was deine Zielgruppe möchte und kannst deine Message gut verpackt platzieren. SEO, SEA oder SEM beherrschst du spielend und baust damit eine möglichst organische Content-Strategie auf. Weil der konzeptionelle Erfolg permanent überwacht werden muss, kannst du Zahlen ruckzuck auslesen und Tabellen schlüssig interpretieren.

Viele Social Media Manager arbeiten im Team, weshalb du flexibel und zuverlässig sein solltest. Weil du immer wieder passende Influencer, Blogger oder Fotografen buchen musst, solltest du ein gutes Gespür für Menschen und deren Motive haben.

Ganz praktische Kenntnisse wie die Freude am Umgang mit digitalen Medien, ein großes kreatives Geschick und ausgezeichnete Sprachkenntnisse (Deutsch und Englisch) sind absolute Voraussetzung für den Aufstieg.

 

Wenn du dann noch zuverlässig, investigativ und kontaktfreudig bist, steht einer Karriere nichts mehr im Wege.

 

Vor- und Nachteile

Hand aufs Herz – der Job als Social Media Manager ist ganz großes Kino. Neben den vielen Vorzügen gibt’s aber auch ein paar Hemmnisse, die du kennen solltest:

Vorteile:

  • Perfekt für Quereinsteiger
  • Flache bis keine Hierarchien
  • Kreative Arbeitsweise
  • Sehr abwechslungsreiches Umfeld

Nachteile:

  • Hoher Stressfaktor
  • Ständige Erreichbarkeit
  • 7 Tage-Woche
  • Hohes Maß an Verantwortung

 

Jakob Hager
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